Der Abtreibungsgegner Klaus A. betreibt eine Internetseite, auf der Fotos zu sehen sind, die gewählt wurden, um zu schockieren. Diese Fotos entsprechen nicht der Realität von Abtreibungen. Aber um die Darstellung von Realität geht es hier auch nicht. Es geht darum, Ärzte zu diffamieren.

Klaus A. wurde in den 80er Jahren als Abtreibungsgegner aktiv. Er sprach mit evangelikalen Freikirchlern, Mitgliedern einer sehr aktiven, christlich-fundamentalistischen Splittergruppe, die in der Evangelischen Kirche Deutschlands keine Heimat mehr hat. Die Freikirchler machten ihn zu dem, was er heute ist – einen religiösen Eiferer, der anderen seine Lebensauffassung aufzwingen möchte. Klaus A. hat ein Ziel: Die Bilder, die Sie auf seiner Internetseite sehen, sollen langfristig bewirken, dass in Deutschland keine Abtreibungen unter kontrolliert medizinischen Bedingungen mehr stattfinden können. Damit gefährdet er das Leben tausender Frauen, die auf diese Bedingungen angewiesen sind; denn diejenigen, die sich keine Reise zu teuren Privatärzten im Ausland finanzieren können, müssen dann wieder in dubiosen Hinterhofkliniken operiert werden – so wie früher, als Abtreibung unter Strafe stand.

Klaus A. hat viel Zeit in sein Engagement gegen Ärzte investiert – und öffentliche Gelder. Da er arbeitslos ist, kann er die zahlreichen Prozesskosten nicht tragen. Sie werden aus der Staatskasse finanziert. Mit Hilfe von Steuergeldern hat er auf diese Weise dafür gesorgt, dass er straffrei vor Arztpraxen stehen und Patienten belästigen darf. Die Gerichte erlauben ihm dies im Sinne des Rechtes auf freie Meinungsäußerung.

Dieses Recht möchten wir ebenfalls in Anspruch nehmen, um über Klaus A. und die Gefahr, die von ihm ausgeht, zu informieren. Denn wir wollen, dass Frauen weiterhin in medizinisch sicheren Händen bleiben.

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